[27. Januar 2010]
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Rekordsumme für Technologie-Förderung: Mehr als 100 Millionen Euro für Logistik-Forschung in Metropole Ruhr |
Die Metropole Ruhr gilt bereits derzeit als Logistik-Drehscheibe
Europas. Forschung und Entwicklung in diesem Bereich erfahren
jetzt einen weiteren Schub: 106 Millionen Euro fließen in den
kommenden fünf Jahren in die Logistik-Forschung in der Metropole
Ruhr. Dadurch sollen mehr als 4000 neue Jobs in der Region
entstehen. Möglich wird dieser Entwicklungsschub durch den Sieg
der nordrhein-westfälischen Initiative "Effizienz-Cluster
LogistikRuhr" beim Spitzencluster-Wettbewerb des
Bundesforschungsministeriums (BMBF).
Die Entscheidung fiel am heutigen Dienstag um 12 Uhr in Berlin:
Der nordrhein-westfälische Forscherverbund ist demnach eines von
fünf so genannten Spitzenclustern und erhält in den kommenden
fünf Jahren 40 Millionen Euro Fördermittel vom Bund. Weitere 66
Millionen Euro sind Eigenbeiträge der beteiligten Unternehmen.
NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart gratulierte: "Die
Logistik-Branche ist einer der großen Jobmotoren. Die heutige
Entscheidung ist in ihrer Bedeutung für die Metropole Ruhr gar
nicht hoch genug einzuschätzen." Durch Projekte und
Produktentwicklungen soll bis 2015 ein Marktpotenzial von über
zwei Milliarden Euro ausgeschöpft werden. Dadurch sollen mehr
als 4000 neue Jobs bei den Logistikpartnern entstehen.
Am NRW-Spitzencluster Logistik sind 124 Unternehmen und 18
Forschungs- und Bildungseinrichtungen beteiligt. Den Kern des
Netzwerks bilden die Standorte Dortmund - mit den Fraunhofer
Instituten IML und ISST sowie der Technischen Universität
Dortmund - und Duisburg mit dem Zentrum für Logistik und Verkehr
der Universität Duisburg-Essen. Außerdem beteiligt ist die
European Business School der Logistikregion Rhein-Main. Die Jury
attestierte dem Antrag wissenschaftlich hochwertige
Nachwuchsförderung, überzeugende Forschungsstrategien, marktnahe
Technologieentwicklung und internationale Kooperationen.
In der Metropole Ruhr operieren mehr als 5000
Logistikunternehmen mit weit über 160.000 Beschäftigten.
Hintergrund für die Erfolgsgeschichte sind die Nähe zu den
wichtigsten nationalen und europäischen Märkten, die
leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und die starke
industrielle Basis. Hinzu kommen das große Potenzial an gut
ausgebildeten Arbeitskräften, attraktive Gewerbeflächen sowie
das dichte Netz der Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Link: Effizienz-Cluster
LogistkRuhr
Der Spitzencluster-Wettbewerb
Unter dem Motto "Deutschlands Spitzencluster - Mehr Innovation. Mehr Wachstum. Mehr Beschäftigung" startete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Sommer 2007 den Spitzencluster-Wettbewerb.
Vorgesehen sind drei Wettbewerbsrunden in einem zeitlichen Abstand von etwa anderthalb Jahren. In jeder der drei Wettbewerbsrunde werden bis zu 200 Millionen Euro für jeweils bis zu fünf Spitzencluster zur Verfügung gestellt, die über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren gefördert werden können. Thematische Vorgaben gibt es dabei nicht: Ausgewählt werden die Bewerber mit den besten Strategien für Zukunftsmärkte - in ihren jeweiligen Branchen.
Im Vordergrund stehen innovative Ansätze für eine langfristige Clusterstrategie. Aufbauend auf einem schlüssigen Gesamtkonzept sollen Forschung und Entwicklung dazu beitragen, innovative Produkte, Prozesse und Dienstleistungen schneller am Markt umzusetzen.